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:: was ist qualitätsmanagement?

Auf diese Frage wird in der Regel mit den verschiedensten Definitionen aus dem Reich des Qualitätsmanagements geantwortet. Gerne wird dabei auf die Definition der ISO 9000:2000 zurückgegriffen oder auf eine Definition der vielen QM-Päpste.

Diese Definitionen haben sicherlich Ihre Bedeutung und Richtigkeit. Doch sind diese Definitionen gerade für den QM-Neuling, der häufig mit gewissen Vorbehalten dieses Thema angeht, bestens geeignet, Vorbehalte zu stärken oder Kopfschütteln zu provozieren. Daher eine einfache Definition von mir:
Qualitätsmanagement ist eine Zusammenfassung erfolgreicher Managementmethoden
Der Betonung im Begriff Qualitätsmanagement liegt somit zunächst auf dem Bereich Management. Als Arzt sind Sie es von je her gewohnt, Ihre medizinischen Tätigkeiten mit hoher Qualität und qualitätsgesichert zu erbringen. Doch entstehen viele Fehler im organisatorischen und zwischenmenschlichen Bereich. Dies ist das klassische Feld des Qualitätsmanagements.

Diese Fehler bzw. Ineffizienzen zu vermeiden, reibungslose und effiziente Organisationsstrukturen mit gut ausgebildeten und motivierten Personal dauerhaft zu verwirklichen und die Bedürfnisse des Patienten in den Mittelpunkt zu stellen - dies ist das Ansinnen des Qualitätsmanagements.

:: warum qualitätsmanagement?

Es gibt gute Gründe, auf Qualitätsmanagement zu setzen.

Medizinische Gründe für Qualitätsmanagement
Qualitätsmanagement kümmert sich in erster Linie um Organisation, Team und Ausstattung. Fehler in diesem Bereich führen in der Konsequenz häufig zu Fehlern in der Behandlung. Es gilt als Nachgewiesen, dass die meisten Behandlungsfehler in der Medizin nicht auf Fehler in der medizinischen Behandlung ursächlich zurückzuführen sind, sondern auf Mängel im Vorfeld, also Organisationsmängel wie
  • Verspätungen
  • Verwechslungen
  • unklare Kommunikation
  • fehlende Ausrüstung
  • Ausbildungsmängel
  • Dokumentationsfehler u.s.w.
Qualitätsmanagement soll Fehler dieser Art verhindern. Bessere Gründe kann es nicht geben.

Gesetzliche Gründe für Qualitätsmanagement
Nicht zuletzt der Paragraph 135 a SGB V schreibt auch Arztpraxen vor, ein einrichtungsinternes Qualitätsmanagement einzuführen.

Doch gibt es allein im SGB V mindestens 20 weitere Paragraphen, aus denen direkt eine Verpflichtung zur Sicherstellung von Qualität für niedergelassene Ärzte abgeleitet werden kann.

Weitere Normen, welche die strukturierte Qualität im niedergelassenen Bereich einfordern, sind zahlreiche Gesetze und Vorordnungen (Röntgen, Hygiene, Medizinprodukte, Arbeitssicherheit etc.), aber auch berufsrechtliche Normen der Ärztekammern und KVen.

Ökonomische Gründe für Qualitätsmanagement
Die Zusammenhänge zwischen wirtschaftlichem Erfolg und funktionierendem Qualitätsmanagement sind deutlich darstellbar. Die Wirkungsketten wurden schon häufig erläutert.
Hier die drei wichtigsten Wirkungsketten:
  • klar strukturierte Organisationsabläufe - weniger Fehler - niedrigere Kosten - höhere Effizienz
  • optimierte Delegation und Verantwortungsverteilung - motivierte Mitarbeiter - funktionierendes Team - weniger Stress - mehr Zeit
  • zufriedenere Patienten - höhere Marktanteile/ Umsatz - höherer Gewinn
Qualitätsmanagegement führt also auch zu wirtschaftlichen Erfolg:
  • Kosten werden gesenkt.
  • Gewinne werden gesteigert.
  • Zeit wird gewonnen.

Die guten

ins Töpfchen, die schlechten ins Kröpfchen.

(Kinder- und Hausmärchen, Aschenputtel) Gebrüder Grimm; Jacob, 4.1.1785 bis 20.9.1863; Wilhelm, 24.2.1786 bis 16.12.1859; deutsche Literaturwissenschaftler.

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